Energie!Gewinn – Wie steirische Unternehmen ihre Energiezukunft selbst gestalten können

Energie selbst in die Hand nehmen

Stellen Sie sich vor, Ihr Betrieb nutzt tagsüber Sonnenstrom vom eigenen Dach und speichert überschüssige Energie für später. Genau hier setzen wir als Energieagentur Steiermark Süd an: Wir begleiten Unternehmen dabei, ihre Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie strategisch aufzubauen – technisch durchdacht und wirtschaftlich sinnvoll.

Mit der Förderaktion Energie!Gewinn stärken wir gezielt die betriebliche Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie. Unternehmen erzeugen ihren Strom selbst, speichern ihn und nutzen ihn genau dann, wenn sie ihn brauchen. Das senkt langfristig Energiekosten, reduziert die Abhängigkeit von Strompreisschwankungen und erhöht die wirtschaftliche Stabilität. Gleichzeitig leisten Betriebe einen aktiven Beitrag zur grünen Transformation der Steiermark.

Die Förderaktion setzt Maßnahme 8 „Förderung der betrieblichen Eigenversorgung mit erneuerbarer Energie“ im Rahmen des EFRE & JTF-Programms „Investitionen in Beschäftigung und Wachstum Österreich 2021–2027“ um.

Strom speichern – Energie dann nutzen, wenn sie gebraucht wird

Im Zentrum der Förderung stehen Investitionen in:

  • Stromspeicheranlagen (Batteriespeicher) zur Speicherung von selbst erzeugtem erneuerbarem Strom

  • Photovoltaikanlagen in Kombination mit Stromspeichern für den betrieblichen Eigenverbrauch

Ein Stromspeicher wirkt wie ein Energiepuffer für Ihren Betrieb. Überschüssiger Solarstrom wird nicht ins Netz eingespeist, sondern steht später zur Verfügung – etwa am Abend, nachts oder bei Lastspitzen.

Technische Empfehlung der Energieagentur Steiermark Süd

Aus unserer Beratungspraxis wissen wir:

  • Die Speichergröße sollte exakt auf Lastprofile und Erzeugungsleistung abgestimmt sein.

  • Gefördert werden Speicher mit einer Nettospeicherkapazität von 50 bis 2.000 kWh.

  • Mindestens 75 % der gespeicherten Energie müssen aus der direkt angeschlossenen erneuerbaren Erzeugungsanlage stammen.

Eine präzise Lastganganalyse vor Projektstart ist entscheidend, um Über- oder Unterdimensionierungen zu vermeiden.

Wichtig: Speicheranlagen mit dem Ziel der Energiespeicherung zum Verkauf an Dritte oder zur Teilnahme am Stromhandel sind nicht förderfähig.

Photovoltaik + Speicher = maximale Eigenversorgung

Die Kombination aus Photovoltaikanlage und Stromspeicher ist aus technischer und wirtschaftlicher Sicht die ideale Lösung.

Gefördert werden:

  • die erstmalige Errichtung oder Erweiterung von Photovoltaikanlagen

  • ausschließlich in Kombination mit einem Stromspeicher

  • ausgerichtet auf den Eigenverbrauch im Unternehmen

Photovoltaikanlagen sollen überwiegend auf bereits versiegelten, betrieblich genutzten Flächen errichtet werden – etwa auf Dächern, Hallen oder Parkplätzen.

Wirtschaftliche Empfehlung

Wir empfehlen, Investitionsentscheidungen nicht nur auf Basis der Förderung zu treffen, sondern eine ganzheitliche Wirtschaftlichkeitsrechnung (TCO-Betrachtung) durchzuführen:

  • Entwicklung der Strompreise

  • Eigenverbrauchsquote

  • Lastmanagement

  • Abschreibungsmodelle

  • Finanzierungsmöglichkeiten

In vielen Fällen amortisieren sich optimal geplante PV-Speicher-Kombinationen deutlich schneller als erwartet – insbesondere bei hohen Lastspitzen oder Mehrschichtbetrieb.


Ein Praxisbeispiel

Ein Produktionsbetrieb erzeugt tagsüber Solarstrom. Maschinen verbrauchen einen Teil direkt, der Speicher nimmt überschüssige Energie auf. Am Abend oder bei hoher Auslastung nutzt der Betrieb den gespeicherten Strom. Der Netzbezug sinkt deutlich – ebenso die Energiekosten.

Photovoltaikanlagen ohne Speicher oder Anlagen zur Stromerzeugung für den Verkauf sind nicht förderfähig.


Wer kann einreichen?

Förderfähig sind:

  • Steirische Unternehmen jeder Größenordnung (mit besonderem Fokus auf KMU)

  • Produktions-, Dienstleistungs- und Handelsbetriebe

Nicht förderfähig sind Unternehmen außerhalb der SFG-Zielgruppe.


Was wird konkret gefördert?

  • Stromspeicheranlagen und Anlagenteile zur Speicherung von selbst erzeugtem erneuerbarem Strom

  • Erstmalige Errichtung oder Erweiterung eigenverbrauchsoptimierter Photovoltaikanlagen in Kombination mit Stromspeicher

  • Installations- und Nebenkosten

  • Investitionen in die Optimierung des innerbetrieblichen Energiemanagements

Nicht gefördert werden:

  • Anlagen ohne Eigenverbrauchsoptimierung

  • Ankauf von E-Fahrzeugen oder Ladeinfrastruktur

  • Sonstige bauliche Maßnahmen (Neu-, Zu-, Umbau, Sanierung etc.)


Wie hoch ist die Förderung?

  • 50 % der anrechenbaren Projektkosten für Kleinst- und Kleinunternehmen

  • 40 % für mittlere Unternehmen

  • 30 % für Großunternehmen

Das Mindestprojektvolumen beträgt:

  • € 50.000 für KMU

  • € 100.000 für Großunternehmen


Wichtige Hinweise für Antragsteller

  • Das Förderungsansuchen muss vor Projektbeginn eingereicht werden.

  • Vergleichsangebote sind erforderlich.

  • Mit der Einreichung erfolgt automatisch auch die Beantragung einer EFRE-Förderung.

  • Die Projekte werden anhand formaler und inhaltlicher Kriterien bewertet.

  • Fixe Förderungszusagen durch die SFG erfolgen erst nach Genehmigung des Programms durch die Europäische Kommission. Sollte es wider Erwarten zu keiner Genehmigung kommen, müssen eingereichte Anträge storniert werden.


Unsere Empfehlung: Jetzt strategisch handeln

Die aktuelle Förderperiode bietet eine seltene Gelegenheit, Investitionen in erneuerbare Eigenversorgung mit attraktiven Zuschüssen umzusetzen.

Als Energieagentur Steiermark Süd begleiten wir Sie von der technischen Analyse über die Wirtschaftlichkeitsberechnung bis zur optimalen Projektstrukturierung. Unser Ziel ist nicht nur die Förderfähigkeit – sondern ein nachhaltig wirtschaftlich erfolgreiches Energiesystem für Ihren Betrieb.

Energie selbst erzeugen. Energie intelligent speichern. Energie strategisch nutzen.

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt.